Vita

Harald Wiethase, Maler

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Harald Wiethase wurde als Joris Harold Wiethase 1922 im flämischen Kalmthout als Sohn aus zweiter Ehe des Kunstmalers Edgard Ch. Wiethase geboren. Mit vier Jahren zog er mit seiner Mutter Lisette Wiethase nach Antwerpen. 1940 belegte er dort zwei Semester an der Akademie für bildenden Künste. 1943 erhielt er ein Stipendium des Vereins für Deutschtum im Ausland. Er ging nach München und belegte das Wintersemester am der Akademie für angewandte Kunst in der Klasse des Gulbransson-Schülers Professor Oberberger.

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Die GeStaPo zitierte ihn eines Tages in die Ettstraße um ihn zu verhören. Er machte sich verdächtig, weil er häufig zwischen Antwerpen und München pendelte. Es wurde ihm nahegelegt, sich rekrutieren zu lassen. In den letzten beiden Kriegsjahren diente er bei der Waffen SS und geriet in Stalingrad in russische Gefangenschaft. In der darauf folgenden amerikanischen Gefangenschaft entstand eine Serie von Portraits. Nach dem Krieg gründete er eine Werbefirma, heiratete und wurde Industriebuchbindemeister. Aus der Ehe entstanden seine beiden Kinder Edgar Wiethase und Hendrik Wiethase. Als er 1990 in Rente ging, begann er wieder mit der Malerei.

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Das fortschreitende Parkinson-Syndrom machte sich vor allem in seinen späten Werken bemerkbar. Er verstarb am 04.04.2004 in Wesseslinden, Untergriesbach.